Unsere Kinder auf Schwedentour

Rugby vor atemberaubender Kulisse.

Nach einer langen Reise, kamen unsere 17 Kinder aus der U8 bis U10 am Freitagabend an der Sveconorwegian Orogen in Schweden an. Das ist eine ca. 1.5-1.6 Millionen Jahre alte Felsformation, die als atemberaubende Kulisse für unsere Viking Cup-Tour diente.

Die Nacht haben wir in dem „Spanisch-Klassenraum“ der Schule verbracht, die direkt neben den Rugbyplätzen liegt. Frisch ausgeschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück waren unsere Mannschaften dann bereit alles zu zeigen was sie können.

Die Überraschung für die U8 war, dass in dieser Region nur Tag-Rugby gespielt wird, aber dank der tollen Trainingseinsätze in Hamburg wurde das schnell verkraftet und sie haben eine unglaubliche Leistung gezeigt, sodass sie unbesiegt nach Hamburg zurückkamen. Insgesamt spielten unsere tapferen Spielerinnen und Spieler 6 spannende Spiele und voller Stolz haben sie ihre Medaillen bis nach Hause getragen.

Für die U10 war ebenfalls vieles anders: es war wenig Körperkontakt erlaubt es durften keine Rucks gespielt werden. Das “Rugby League”-Format kam bei unserer U10 nicht gut an, aber mit großem Verständnis und hoher Konzentration haben sie die neuen Regeln respektiert und versucht sich so schnell wie möglich anzupassen. Die U10 spielte auch 6 starke Spiele (insgesamt: drei für sie, ein starkes Unentschieden und zwei kämpferische “Niederlagen”).

Nach dem ersten Spieltag am Samstagnachmittag sind wir in einen Freizeitpark gegangen, wo die Kinder sich eine Stunde lang in der Masse von Touristen amüsiert haben. Danach wollten wir mehr von dem sonnigen Tag genießen und sind zu einem See gefahren, um uns im Wasser zu erfrischen.

Den Kino-Abend haben wir für ein Rugby-Spiel getauscht. Die Tafel in unserem Klassenzimmer haben wir als Leinwand benutzt und die All Blacks begeisterten die Kinder vor allem mit ihrem Haka. Müde und glücklich haben die Kinder dann nach und nach die Augen zugemacht und bis zum nächsten Tag durchgeschlafen.

Am Sonntagvormittag wurden die restlichen Spiele gespielt und nach einem kräftigen Mittagessen ging es dann zurück Richtung Heimat. Leider ist die Reise allerdings mit einem kleinen Abenteuer zu Ende gegangen: Unser Bus hatte eine Panne und wir steckten in Schweden (Autobahn) mehr als 6 Stunden fest. Wir kamen ein Tag später als geplant an, aber alle gesund und überglücklich, dass wir als St. PaulianerInnen zusammen durchgehalten haben.

Das Ziel war hinzufahren und tolle Erfahrungen mitzubringen, das haben wir ohne Zweifel geschafft. Und wie erwartet, wurde festgestellt, dass es nichts Schöneres in der Rugby-“Karriere” einer/s SpielerInnen gibt als eine Mannschaftsreise zu machen! Und noch besser, wenn diese von braunen und weißen Erinnerungen geprägt werden!

Vielen Dank, an alle die diese großartige Reise möglich gemacht haben!

Text und Fotos: Mario Navarro, © 2018